Klassik Krise “Encore”

2026-03-18T00:00:00+01:00
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Weil es so schön war, kommt Pianistin Barbara Anton gleich wieder in die Klassik Krise.

Diesmal stellen wir das Ehepaar Schumann gegenüber. Oft als Traumpaar stigma­ti­siert, birgt ihre Ehe Abgründe bis ins Unmensch­liche. Ihre Musik ist ähnlicher geprägt. Sie zitieren einander und unter­scheiden sich doch. Robert schreibt direkter, Clara überlegter, ein Spannungsfeld liegt zwischen ihnen. Eines haben sie gemeinsam: sie berühren tief.

Debussy erliegt seiner Krebs­er­krankung, lässt den zarten Hauch des Lebens in seine Violin­sonate einströmen. Ein Innehalten und letztes Aufbäumen. Sein impres­sio­nis­ti­scher Stil zeigt hier den Weg in die Moderne.
Dvoraks Romanze f‑Moll ist von dunkler Schönheit. Sein böhmi­sches Herz schlägt den Takt, der melan­cho­lische Melodien trägt, die von Licht­blitzen durch­zogen werden.
Das Nocturne von Lili Boulanger lässt unsere Sinne beruhigen, bevor uns Ravel mit auf einen psyche­de­li­schen Trip nimmt. Eine Parodie der virtuosen Violin­musik wird zu ihrem Gipfel: Tzigane!

Claude Debussy (1862 – 1918):

Sonate g‑Moll für Violine und Klavier (1916/17)
Allegro vivo 
Intermède. Fantasque et léger
Finale. Très animé

Robert Schumann (1810 – 1856)

Sonate Nr.1 a‑Moll für Violine und Klavier op. 105
Mit leiden­schaft­lichem Ausdruck
Allegretto
Lebhaft 

Antonin Dvorak (1841 – 1904)

Romanze f‑moll für Violine und Klavier op. 11
Andante con moto

Lili Boulanger (1893 – 1918)
Nocturne für Violine und Klavier (1911)

Maurice Ravel (1875 – 1937)
Rhapsodie de Concert: Tzigane für Violine und Klavier (1924)

Barbara Anton: Klavier
Puschan Mousavi Malvani: Violine und Moderation

Eintritt: 30 / 15 Euro (ermäßigt)
Karten an der Abend­kasse ab 18.30 Uhr
Kunst­verein Familie Montez, Unter der Honsell­brücke 7, 60314 Frankfurt