Klassik Krise “Prinzip Hoffnung”

2026-04-18T00:00:00+02:00
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“Von stiller Unruhe gepackt, suche ich meinen Weg auf steinernen Pfaden, deren Unterholz schaukelt wie eine alternde Hänge­brücke über einer Schlucht, die meinen Abgrund darstellt, der schon immer da war und behandelt werden will, gleich­gültig meinen Wünschen gegenüber, ein unsicheres Fundament darstellt und mein Leben vor die ständige Prüfung stellt, ob es wert ist dem Schmerz sich entgegen zu lehnen und zu hoffen, wie es das Prinzip von allem Überle­bendem ist, damit es weitergeht für die, die verloren gehen müssen, um das Prinzip zu stärken, dem wir, die sich fürs Leben entscheiden, unterordnen.”

Zu Gast ist der Pianist Sergey Korolev. Gemeinsam stellen wir der monumen­talen Sonate Nr. 1 für Violine und Klavier von Sergej Prokofjew J.S. Bach und Beethoven gegenüber.

Prokofjews 1. Violin­sonate ist fern naiver Hoffnung. Dem Todeswind erliegen groteskes Aufbe­gehren, nächt­liche Reigen und wilde Tänze.
Bachs Sonate Nr. 5 f‑Moll für Violine und Klavier belässt die Tonart in ihrem Massiv, doch weiß Bach mit seinem harmo­ni­schen Schliff es zu spalten.

Wie flüssiges Gold strömt mit Beethoven das rettende warme Licht in unsere erstarrte Welt zurück . Selten erklingt ein liebli­cheres F‑Dur wie in seiner Frühlingssonate.

Sergej Prokofjew ( 1891 – 1953 )
Sonate Nr. 1 f‑Moll für Violine und Klavier op. 94b

Moderato
Scherzo. Presto
Andante
Allegro con brio
Johann Sebastian Bach ( 1685 – 1750 )
Sonate Nr. 5 f‑Moll für Violine und Klavier BWV 1018

Largo
Allegro
Adagio
Vivace

Ludwig van Beethoven ( 1770 – 1827 )
Sonate Nr. 5 F‑Dur für Violine und Klavier

Allegro
Adagio molto espressivo
Scherzo: Allegro Molto
Rondo: Allegro ma non troppo

Sergey Korolev: Klavier
Puschan Mousavi Malvani: Violine und Moderation

Eintritt: 30 Euro / 15 Euro ermäßigt
Karten an der Abend­kasse ab 18.30 Uhr
Kunst­verein Familie Montez, Unter der Honsell­brücke 7, 60314 Frankfurt